Der britische Soziologe und Historiker John Urry hat das 20. Jh. einmal als »century of the car« bezeichnet. Grund genug, in Zeiten sich verändernder Mobilität einen Blick auf das Zentralobjekt Auto zu werfen: so wie es war und angeblich zu verschwinden beginnt. Dazu werden Texte, Filme, Webekampagnen und Bilder angeschaut und diskutiert. Thematisch könnte es (je nach Interesse und Mitsprache der Studierenden) um die Entstehung des Autos gehen, um Autoreisen, Autounfälle, Freiheits- und Individualisierungsphantasien rund ums Auto, geschlechterspezifische Fragen ans Auto, Elektrifizierungs- und Digitalisierungsentwicklungen für Antriebssysteme, ökologische Problemstellungen, Fragen nach sozialen oder urbanen Zukunftskonzepten fürs Auto, autonomes Fahren…Im Seminar sollen Fundstücke, Praxisbezüge und Rechercheergebnisse der Studierenden Platz finden.Zugleich dient das Seminar der Vorbereitung auf die Tagung »Dimensionen des ruhenden Verkehrs«, die vom 26.-28. Juni an der Bauhaus-Universität stattfinden wird und deren Besuch Bestandteil des Seminars ist.