Was bedeutet es, im Jahr 2025 eine "handgemachte" Website zu erstellen, wenn KI-Systeme in Sekundenschnelle endlosen (mehr oder weniger) ausgefeilten Code generieren können? Warum sollte man überhaupt noch HTML, CSS und (ein wenig chaotisches) JavaScript lernen, anstatt diese Aufgabe an eine Maschine auszulagern? Außerdem sind die wahrgenommenen Anforderungen und Erwartungen an eine Website so kompliziert und undurchsichtig geworden, dass viele dieses Thema meiden. Dieser Kurs möchte diese Vorstellungen widerlegen und einen kreativen Raum zurückgewinnen.In diesem Fachkurs betrachten wir handgemachte, selbst geschriebene Websites als zeitgenössische Form des Punk-Zines. Genauso wie die Punk- und DIY-Kulturen, fotokopierte Zines oder selbstveröffentlichte Manifeste – mit billigen Tools, respektloser Kreativität, gegenseitiger Hilfe und Untergrundvertrieb gegen die Massenkultur rebellierten, widersetzt sich eine handgemachte Website der Gleichförmigkeit von Templates. Von Analogen Research über Handmade Web, Web Zines bis hin zu Web2Print werden wir bewusst den Blickpunkt auf Websites bearbeiten. Dieser Perspektivwechsel öffnet einen Raum, um die eigenen Sehgewohnheiten und Erwartungshaltungen zu überprüfen.”I evoke the term handmade web to suggest slowness and smallness as forms of resistance.”J.R. CarpenterAm 06.11.2025 und 07.11.2025 findet eine Exkursion nach Berlin statt.Lehrende sindInsa DeistHjördis Lyn Behncken