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Seminar

Künstlerisch forschende Strategien zur De-Radikalisierung auf Social Media

2 SWS WiSe 2025/26 #425250009

10:00 bis 18:00 · wöch.

Beschreibung

Als in den 00er Jahren die ersten Plattformen entstanden, die später zu Social Media Plattformen wurden, entwickelten wir als Internetnutzerinnen uns von Konsumentinnen medialer Inhalte zu Produzentinnen dieser Inhalte. Dort stellen wir etwas dar, inszenieren uns selbst und kämpfen publikumsbewusst um Deutungshoheiten. Alle Social Media Plattformen sind daher im Kern Bühnen und können als größte Theater unserer Wirklichkeit begriffen werden. Besonders einflussreiche Spielerinnen auf diesen Bühnen sind seit mittlerweile vielen Jahren radikale Antifeministinnen, queerfeindliche Meinungsmacherinnen und vor allem rechte Netzwerke. Sie haben die Funktionsweisen digitaler Bühnen bereits vor Jahren verstanden und für sich nutzbar gemacht: Mit wirkungsvollen Strategien und zahlreichen Mitteln nutzen sie die Funktionsweisen von Filterblasen und Algorithmen, um gesamtgesellschaftliche Diskurse über Themen wie Diversität und Feminismus zu verschieben, verschiedene Publika gezielt zu radikalisieren und so eine rassistische, queerfeindliche und antifeministische Politik durchzusetzen.Kunstschaffende als gesellschaftliche Utopienköchinnen, als Enablerinnen von Emanzipation und als Wirklichkeitsgestalterinnen müssen diesem Trend dringend entgegenwirken und sich als antirassistische Gegenpole empowern – ganz besonders im erstarkenden Faschismus. In diesem Zusammenhang werden die Teilnehmerinnen dazu eingeladen, gemeinsam Radikalisierungsprozesse zu analysieren, die Funktionsweisen von verschiedenen sozialen Netzwerken zu erforschen und dann interventionistische Projektkonzepte zu entwickeln, die sich diesen Tendenzen (auf den Plattformen) entgegenstellen. Dieser Workshop ist Teil des Beitrags des Museums Zwangsarbeit zum Kunstfest: Wir werden die Dauerausstellung des Museums  Zwangsarbeit sowie die Videoinstallation »Bereitschaft« über TikTok, Körperkult und faschistische Ästhetik von Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik besuchen und an einer Podiumsdiskussion und Abschlussdiskussion im Rahmen der Finissage teilnehmen.Dieses Seminar ist eine Kooperation zwischen dem Museum Zwangsarbeit, Caspar Weimann/onlinetheater.live und Jun.Prof. Dr. Jasmin Degeling/Bauhaus-UniversitätMehr Informationen findet ihr hier:https://www.museum-zwangsarbeit.de/museum/ausstellungen/ganslmeier-zibelnik-bereitschaftZeiten:02.09. - 06.09.2025 10:00 - 16:00 Uhr07.09.2025 15:00 - 18:00 Uhr

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Beteiligte Personen (1)