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Übung

Bauhaus.Modul: Bauhaus fragility – we need to talk about racism at our university. (Ba)

2 SWS SoSe 2024 #124114504

Mi. 09:15 bis 10:45 · wöch.

Beschreibung

Bisher waren wir schlecht darin, Rassismus an unserer Universität zu besprechen, wir haben ihn anderen Denkweisen zuschrieben, anderen Zeiten, irgendwo außerhalb der Universität verortet, außerhalb der Kunst, des Entwurfs, der Wissenschaft und der Bürokratie, die wir (re)produzieren. Wir haben aggressiv darauf geachtet, ihn überhaupt nicht anzusprechen, als ob die Erwähnung von Rassismus verletzender wäre als die Tatsache, dass er existiert. Die Soziologin Robin DiAngelo hat diese Verteidigungshaltung als "white fragility" (weiße Fragilität) bezeichnet, und ihrer Analyse folgend können auch wir eine "Bauhaus-Fragilität" feststellen.die weiße MehrheitUm der weißen Fragilität zu begegnen und Rassismus entgegenzuwirken, bieten wir ein Bauhaus Modul an, das sich mit Rassismus an der Universität befasst, und zwar nicht nur in Form von individuellen Meinungen und Handlungen, sondern, was noch viel bedeutender ist, als strukturelle oder systemische Bedingung und als eine Reihe von sozialen, konzeptuellen und epistemischen Routinen und Regeln. Als solcher ist er mit dem kolonialen Kapitalismus verbunden, den wir nicht nur in akademischen Aufnahmeverfahren, in Techniken und Technologien der Vorfertigung und dem globalen Kunstmarkt, sondern auch in unseren liberalistischen Formen der Vernunft aufspüren müssen. Letztlich geht es um die Frage, wie die Bauhaus-Universität Weimar zu einer Institution werden kann, die stark genug ist, ihre rassistischen (und sexistischen) Machtstrukturen kollektiv abzubauen und gerechte institutionelle Praktiken zu entwickeln.Der erste Schritt besteht darin, den Status quo an der Universität zu analysieren: Welche Miss- und Machtverhältnisse bestehen an der Hochschule, welche Möglichkeiten gibt es, Rassismus zu adressieren und zu bekämpfen? Verschiedene interne und externe Referentinnen und Referenten, werden diesen Prozess unterstützen. Wir planen, Workshops mit verschiedenen studentischen Initiativen wie Foundation Class, PolB und anderen. In einem nächsten Schritt wollen wir gemeinsam Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln, um rassistische und diskriminierende Strukturen wirksam abzubauen. Um möglichst viele unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen einzubeziehen, werden alle Mitglieder der Hochschule angesprochen und bestmöglich beteiligt.Hochschulen sind als Lern- und Arbeitsorte gesetzlich verpflichtet, ihre Mitglieder vor rassistischen und anderen Formen der Diskriminierung zu schützen. Als staatliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen haben sie auch die Möglichkeit, über Rassismus zu forschen und aufzuklären. Als gesellschaftliche Akteure mit verfassungsrechtlichem Auftrag können Hochschulen gesellschaftliche Debatten über Ausgrenzung und Inklusion nicht nur reflektieren, sondern auch aktiv mitgestalten. Dazu bedarf es allerdings einer bewussten Haltung gegen Demokratie- und Menschenfeindlichkeit. Dies beginnt nicht zuletzt mit der Bereitschaft von Universitäten, ihre eigenen Strukturen zu überdenken und zu verändern.Alle Mitglieder der Bauhaus-Universität Weimar sind willkommen.

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Beteiligte Personen (4)