Der Anthropologe Claude Lévi-Strauss (1908–2009) führte den Begriff "Bricolage" in die Kulturwissenschaften ein (La pensée sauvage, 1962 - Das wilde Denken, 1973). Dem Bricoleur steht der Ingenieur gegenüber: zwei Wissens-, Denk- und Handlungsformen, die Produkte hervorbringen können, auch Kunst. Seit der Lösung aus akademischen Restriktionen gegenüber Material, Kunstgattung und Form, entsteht Kunst auch aus bislang kunstfremden Materialen. Das künstlerische Produkt eines Bricoleurs ist immer ein dreidimensionales Objekt. Zu untersuchen sind Abgrenzungen zu Collage, Assemblage, Objektkunst und natürlich Ready Made sowie Bezüge zur Installation Art.