Weil jeder Anfang eine Setzung ist, die auch anders geschehen könnte, beginnen wir mit mehreren architektonischen Anfängen: mit verschiedenen historischen Zeichnungen und Darstellungen, die Architektur (re)formuliert haben, durch Bildkonstruktionen, Planprojektionen und Raumvorstellungen. An ihnen eröffnen, diskutieren und erproben wir ein Spektrum konkreter zeichnerischer Methoden und architektonischer Darstellungsformen. Wir üben, kontextualisieren und reflektieren diese Techniken der räumlichen Analyse und Synthese kritisch.Unsere visuellen Techniken, Apparate und Systeme bilden ab und stellen dar, sie bilden aber auch und stellen her; sie sind politisch, weil sie Sichtweisen (Lebens- und Denkweisen) sichtbar und unsichtbar machen, weil sie einschließen und ausschließen, je nach Kontext, nach Perspektive, Zugehörigkeit, Ort und Zeit. Wir sehen Architektur als offenes Feld situierten Wissens –im Gegensatz zu einer fixierten Disziplin, die ein Set neutralisierter/ universalisierter Techniken vermittelt._english_Since every beginning is a setting that could also happen differently, we start the introduction with several architectural beginnings: with different historical drawings and representations that have (re)formulated architecture, through image constructions, plan projections and spatial concepts. We use them to open up, discuss and test a spectrum of concrete drawing methods and architectural forms of representation. We practice, contextualize and reflect critically on these techniques of spatial analysis and synthesis.Our visual techniques, apparatuses and systems depict and represent, but they also present and produce; they are political because they make ways of seeing (ways of living and thinking) visible and invisible, because they include and exclude, depending on context, perspective, belonging, place and time. We see architecture as an open field of situated knowledge - in contrast to a fixed discipline that conveys a set of neutralized/universalized techniques.