Die Kybernetik bietet eine radikal erweiterte Perspektive auf Systeme und ihr Verhalten, unabhängig davon, ob sie in der natürlichen Welt, im technologischen Bereich, im kulturellen Bereich oder in sozialen Strukturen zu finden sind. Sie ist der Dynamik und den kontingenten Prozessen verschiedener Interaktionen und Formationen, die unsere heutige Welt bestimmen, zutiefst verschrieben und fördert gleichzeitig neue Wege des ästhetischen Ausdrucks und der kreativen Erkundung, die untrennbar mit Konversation, Rückkopplung und Kontrolle sowie mit Belastbarkeit, Ganzheitlichkeit und Serendipität verbunden sind. Das Seminar (das eng mit der Forschungs- und Lehrtätigkeit von Prof. Damm und Prof. Trogemann im Wintersemester verknüpft ist) wird daher a) zentrale Theorien und Terminologien der Kybernetik diskutieren, b) ihr ästhetisches und epistemisches Potenzial erkunden und c) eine Plattform für gemeinsame Diskussionen und Perspektiven bieten. Dabei wird eine schillernde Bandbreite von Bereichen einbezogen, darunter Kunst, Design, Medien, Architektur, Technik, Bildung, Psychologie und Politik - und es werden auch zeitgenössische Diskurse wie künstliche Intelligenz, maschinelle Ontologien oder Umweltdenken angesprochen. Letztlich verfolgt Cybernetic Dreaming einen disziplinen- und bereichsübergreifenden Ansatz und richtet sich damit an ein studentisches Publikum, das sich besonders für Ästhetik, Wissenschaft und Technologie interessiert, die in eine neuartige - kybernetische - Konvergenz gebracht werden.