Lehrende: Prof. Salomè VoegelinDieser Kurs geht von der Behauptung aus, dass Klang, als Material, Konzept und Sensibilität verstanden, als antifaschistischer Agent fungieren kann. Das heißt, als Mittel und Motor für politische Aktionen gegen faschistisches Denken, seine Kultur und Politik. Wir untersuchen die These vom Klang als antifaschistisches Mittel insbesondere in Bezug auf das (Kunst-)Museum. Gleichzeitig wird das (Kunst-)Museum als ein populistisches Zentrum für politische Normen, Ideologien und Gewohnheiten positioniert.Durch Lektüre, Diskussionen, Besuche vor Ort und Hör- und Klang-interventionen werden wir die Politik des Museums erkunden. Wir werden uns mit seiner architektonischen Infrastruktur, der Politik seiner Ästhetik, den Gewohnheiten seiner kuratorischen Praxis und der Ökonomie seiner Sammlungen befassen, und zwar sowohl im Hinblick auf den historischen Imperialismus/Kolonialismus als auch auf den heutigen Populismus.Diese Untersuchung wird durch die politische Möglichkeit des Klangs ermöglicht, durch seine Fähigkeit, von der unsichtbaren und unteilbaren Dimension der Welt aus anders zu denken; und klangliche Eingriffe in die Politik des visuellen Museums durch zu führen. Durch Diskussionen und Workshops, Fallstudien und Lektüre werden wir das Potenzial des (Kunst-)Museums als akustische antifaschistische Möglichkeit erforschen und darstellen.