Textilien und Essen haben einiges gemeinsam: Beide sind alltäglich und doch voller kultureller Bedeutungen, sie schaffen Nähe, erzählen Geschichten, folgen Rhythmen. Was passiert, wenn wir beim Essen nicht nur an Geschmack, sondern auch an Gewebe, Strukturen und Muster denken?In diesem Kurs erforschen wir spielerisch die Verbindungen zwischen Textil, Kulinarik und Gemeinschaft. Ziel ist die Vorbereitung eines performativen Dinnerabends im Rahmen des Architektur-Symposiums„Kette mit Schuss“ im März 2026.Wir erproben, wie sich Essen als künstlerisches Medium einsetzen lässt: Welche Formate gibt es schon? Wie können sie erweitert, verschoben oder verfremdet werden? Welche Rolle spielen Materialien – von Fäden, Stoffen und Geweben bis hin zu Zutaten, Gewürzen und Methoden der Zubereitung? Wir begegnen unterschiedlichen künstlerischen Positionen, entwickeln eigene Konzepte und setzen uns mit Fragen von Partizipation, Inszenierung und Atmosphäre auseinander.Der Kurs lädt ein, mit offenen Sinnen zu arbeiten: zu experimentieren, zu probieren, zu kochen, zu verweben, zu knüpfen und gemeinsam neue Geschmacksverbindungen zu entwerfen.