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Fachmodul

Urbanem Wandel lauschen. Audiowalks entwickeln, am Beispiel Geras.

4 SWS WiSe 2025/26

Fr. bis · Einzel

Description

Eine Stadt lässt sich mit einem Palimpsest vergleichen: einem Stück Pergament, von dem das Geschriebene entfernt wurde, um es erneut zu verwenden. Einige Teile bleiben erhalten, während vieles im Laufe der Zeit verschwindet oder entfernt wird. Die Geschichte einer Stadt oder eines Stadtteils wird dabei stets aus einer bestimmten Perspektive erzählt. In jedem Fall prägt diese Perspektive das Selbstbild der Stadt. Gera hat in der öffentlichen Wahrnehmung oft keinen guten Ruf – schließlich ist die Stadt von einer Großstadt zur Mittelstadt geschrumpft. Aber ist das das letzte Wort? Neben der Textilindustrie, die für die Bauhausgeschichte der Stadt von Bedeutung war, hat auch der Uranbergbau die Region geprägt – bis heute, obwohl er in den 1990er Jahren endete. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn Amazon betreibt beispielsweise heute ein großes Logistikzentrum vor den Toren der Stadt. Wir beschäftigen uns mit dem Wandel am Beispiel dieser Stadt, erkunden in einem Fieldtrip eine Woche vor Ort den Knochenpark, das ehemalige Mädchenwohnheim und das Flussgebiet der Elster und entwickeln auf Basis eigener Interessen und Entdeckungen „Audiowalks” für Gera Süd. Die Sprache der Audiowalks ist verhandelbar.Eine Unterkunft während des Fieldtrips ist möglich. Konditionen werden in der ersten Sitzung erläutert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein Häselburg e. V. statt.Interdisziplinarität| Die Geschichte einer Stadt oder eines Stadtteils wird dabei stets aus einer bestimmten, durchaus auch disziplinären Perspektive erzählt. In jedem Fall prägt sie das Selbstbild der Stadt. Gera hat in der öffentlichen Wahrnehmung oft keinen guten Ruf, ist sie doch von einer Großstadt zur Mittelstadt geschrumpft – aber ist das das letzte Wort? Neben der Textilindustrie, die für die Bauhausgeschichte der Stadt von Bedeutung war, hat auch der Uranbergbau die Region geprägt - auch nach Ihrem Ende in den 1990er Jahren bis jetzt. Es lassen sich vielfältige, fachlich geprägte Blicke erarbeiten, die Stereotypen entgegentreten.Lernziele| Vermittelt werden multidisziplinäre Methoden zur vielfältigen Betrachtung eines Stadtgebiets und einer sich daraus ergebenden Themenfindung, verbunden mit der eigenen Disziplin. An praktischen Fähigkeiten werden der Umgang mit Mikrofonen, Schnitt- und Aufnahmetechnik vermittelt, sowie Grundzüge der Komposition.Didaktisches Konzept| Da es sich um ein multidisziplinäres Projekt mit künstlerischen Schwerpunkt handelt, werden Techniken zur Recherche und der Feldforschung vermittelt, Best-Practice-Beispiele vorgestellt, die Themenfindung durch die Lehrperson in der Gruppe moderiert. Ein wichtiger Teil ist das kollektive Lernen - die Beteiligten werden als Expert:innen gesehen, die darin unterstützt werden, ihren Standpunkt bestmöglich zu porträtieren.Nur Bachelorstudierende aus K&G, sowie Medien sind zugelassen, da etwas gestalterisches Vorwissen nötig ist, was durch fachliche Expertise kompensiert werden kann. Von Bachelorstudierenden werden kürzere und weniger komplexe Beiträge erwartet.

Keywords

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